„Manche versuchen Kreuze (in den Schulklassen) abzuhängen,
der Herz-Jesu-Bund Obernzell stellt die Kreuze wieder auf.“
                                                (2015, Peter Meister, Pfarrer von Obernzell)

 

„Damit die Zeichen des Glaubens würdig erhalten bleiben
und damit man das Kreuzzeichen machen
oder ein Vaterunser sprechen kann,
restauriert der Herz-Jesu-Bund Wegekreuze
und erforscht die Geschichten dahinter.“
             (Willi Stemplinger, Vorsitzender des Gebetkreises Herz-Jesu-Bund Obernzell)

Herz-Jesu-Bund Obernzell

Der 250 Jahre alte Herz-Jesu-Bund wird als kirchlicher Gebetsvereinigung abgesichert und fest verankert.

Nach der Vorstandschaft wurden folgende Aufgaben und Ziele des kirchlichen "Vereins" (gemäß der Gründungschrift von 1883)

festgelegt:

1. das Gedenken der Verstorbenen (Messen lesen lassen)

2. Pflege des Rosenkranzgebets

3. die Lourdes-Grotte in der Pfarrkirche als Gebetsort liebevoll zu erhalten

4. Restauration und würdiger Erhalt die Zeichen unseres Glaubens (z.B. Wegekreuze) in Obernzell

Die Vorstandschaft ist dankbar, dass sich die Zahl der Mitglieder dieses "Traditionsvereins" seit Gründung als kichlicher "Verein"

fast verdoppelt hat.

Für nähere Informationen steht die Vorstandschaft gerne zur Verfügung (08591/2844).

Foto: Vorstandschaft des Herz-Jesu-Bunds (v.l.): Stellvertreter Pfr. J.Remberger, Vers. W.Stemplinger, Beisitzer Ignaz Sicklinger, Kassiererin Maria Jell, Schriftführerin Frieda Graml , nicht am Bild Beisitzer Gottfried Mayer.

 

 

Geschichte des Denkmals von Kaplan Schwarz:

Nach dem Tod von Franz Steininger (2013, Vors. KAB) wurde der Herz-Jesu-Bund gebeten, das Denkmal herzurichten.

Gottfried Schwarz (geb. 7.11.1920) war 1948-50 Jugendkaplan in Obernzell und gründete eine beachtliche Katholische Jugendgruppe (mind. 30 Mädchen und Jungen), mit der er viel unternahm (z.B. Bergsteigen). Sein Wahlspruch für die Jugendlichen war: „Kaufet die Zeit aus.“(d.h. Nütze die Zeit für das Gute.). Er war bei seiner Jugend äußerst beliebt.

Am 8.5.1950 fuhr er mit dem Motorrad auf der damals noch unbefestigten Straße von Obernzell nach Erlau und kam zu Tode. Seine Jugendgruppe errichtete an der Unglücksstelle ein Denkmal, sie pflegten es (die Schwestern Ritt 50 Jahre lang) und hielten jährliche Andachten (unter der Leitung von Franz Steininger) ab. Franz Steininger hielt das Gedächtnis aufrecht, indem er bis mind. 2000 jährliche dreitägige „Ehemaligentreffen der Katholischen Jugend von Obernzell“ ausrichtete, bei denen in der Kreuzsäulenkapelle ein Gottesdienst war und von da aus zum Denkmal von Kaplan Schwarz gegangen wurde und dort eine Andacht stattfand.

2013 richtete der Herz-Jesu-Bund das verwitterte Denkmal wieder würdevoll her, versah es mit einem Bild von Kaplan Schwarz und einer Informationstafel „Jugendkaplan in Obernzell 1948-50“.

Die Pflege des Denkmal übernehmen seit November 2013 Beate Wandl und Hermann Müller, beides Herz-Jesu-Bund-Mitglieder. Hermanns Mutter war in der Jugendgruppe von Kaplan Schwarz.

Hier die Bilder: vor der Renovierung und nachher

Text und Fotos: Wilhelm Stemplinger / Internetaufbereitung: Günter Maier

Herz Jesu Bund restaurierte Süß-Kreuz

Geschichte des „Süß-Kreuzes“:

Fotos: Wilhelm Stemplinger / Internetaufbereitung: Günter Maier

Zwischen Nottau und Rackling (Abzweigung Obernzell) beim „Eierbaam“ ein Kreuz.

1922 heiratete das Ehepaar Süß und die Hochzeitsgesellschaft war danach im Wirtshaus in Nottau. Wie´s der Brauch war, wurde dabei die „Brautsach verfohrn“, das heißt: die Braut verließ auf einem Fuhrwerk mit einigen Leuten unbemerkt die Hochzeit.

Genau an dieser Stelle gingen die Rösser durch und das Fuhrwerk kippte samt Leute darauf um. KEINEM PASSIERTE ETWAS!

Deshalb ließ das Ehepaar Süß 1922 das Kreuz aufstellen, es wurden auch, wie damals üblich, drei Linden dazu geplanzt. Seither heißt das Kreuz: das „Süß-Kreuz“.

Das Kreuz wurde mehrfach versetzt: erst weg von den Linden in Richtung Straße, dann bei der Flurbereinigung wieder zurück, umgeben von drei Birken.

2014 wurde es auf Wunsch von Ewald Hartl vom Herz-Jesu-Bund Obernzell restauriert, mit einer Gedenktafel versehen und wieder Richtung Hauptstraße gesetzt, so dass man es gut sehen kann. Der Onkel von Ewald Hartl, Max Dippl, der in Amerika lebt, kannte das Kreuz aus seiner Kindheit und wollte es in neuem Glanz sehen, wenn er die Heimat wieder besucht. So war es dann auch, am 19. August 2014.

Am 28. März 2015 wurde es in einer feierlichen Andacht durch Pfarrer Peter Meister gesegnet.