Kapellen

Die Rechenmacher-Kapelle

Das als Rechenmacher-Kapelle bekannte Marterl in der Krankenhausstraße stammt vermutlich aus dem 18.Jh.
Der Name kommt von der obernzeller Brauereifamilie Rechenmacher, die diese „Kapelle“ einst pflegte.

Oktober 2017 restaurierte der Gebetskreis Herz-Jesu-Bund dieses Marterl:
Zunächst übernahm der Bauhof die Maurerarbeiten,
ein befreundeter Maler, Alfred Peter weißelte sie,
dann übernahmen die Mitglieder des Vereins die weitere Arbeit:
Josef Hammel und Lang Martin erneuerten das Eisengitter,
Christl Hofmann restaurierte und bemalte das Bild,
Willi Stemplinger kümmerte sich um den Holzrahmen,
Wolfgang Escherich besorgte das Plexiglas und
Hans Höfler stellte die passenden Abstandshalter her.

Mit der Übergabe des Gitterschlüssels am 1.11.2017 wurde Mitglied Erika Müller mit der Pflege des Marterls betraut.

(Foto: v. l. Vorstand Willi Stemplinger, Hans Höfler, Christl Hofmann, Erika Müller, Josef Hammel, Wolfgang Escherich, nicht auf dem Bild: Martin Lang)

Fotos und Text: Willi Stemplinger / Internetaufbereitung: Günter Maier

 

 

 

 

Diese Kapelle wurde in der Zeit von 1580 - 1600 erbaut. Im gleichen Zeitraum kam in unmittelbarer Nähe eine Pestsäule dazu, die gleichfalls noch steht. Es wird vermutet, dass die Säule zu einem Kreuzweg zwischen Obernzell und Hauzenberg gehörte. Die Kapelle, wohl auf ein Gelöbnis oder Versprechen der Bevölkerung errichtet, diente auch als Unterstand bei Regen.

 

Wenn man von der Max-Moser-Straße in den Niederndorfer Weg einbiegt, liegt nach einigen Schritten rechts eine kleine neugotische Kapelle.

Dieser kleine Bau hieß vorher einmal Mühlberger und auch Grünauer Kapelle, weil sie auf den Grund eines Grünauer Bauern stand.

Der Erbauer, soll nach einer mündlichen Aussage, der königliche Posthalter Mühlberger (geb. 1832, gest. 1906) in Obernzell gewesen sein. Er soll Spukerlebnisse gehabt haben, die ihn tief beeindruckt hatten. Da er ein sehr religiöser Mensch war, ließ er auf Grund dessen am Niederndorfer Weg die kleine Kapelle erbauen, die in ihrer Form noch heute steht. In den dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts hat dann die Familie Seiler die Pflege übernommen. Sei dieser Zeit wurde der kleine Bau dann Seilerkapelle genannt.

Diese Kapelle trug früher den Namen Sillergutkapelle, wie auch der Fohlenhof Sillergut hieß. Dieses war einmal die Wohnstatt eines reichen Handelsherrn aus Tirol, der sich in Obernzell niedergelassen hatte. Im Jahre 1788 heiratete er die damals dreißigjährige Anna Hilz, die nach der Inschrift auf einem Grabstein schon im Jahre 1814 sechsundfünfzigjährig starb.

Die Kapelle, die während des Straßenbaus nach Matzenberg (1966-1967) einige Meter versetzt wurde, stand früher in einem Hohlweg, der nach Matzenberg führte.

Die Kapelle ist eine bessere Schöpfung ländlicher Kunst und dürfte wohl aus der zweiten Hälfte des 18. Jhdts. stammen. Erbaut wurde die Kapelle, wie eine mündliche Überlieferung berichtet, weil in der Nähe des einstigen Standortes ein Arbeiter beim Einsturz einer Lehmgrube getötet wurde.

Wenn man über das Kloster und das Krauthäusl zur Hammermühle wandert, kommt man kurz vor der vohergenannten Mühle an einer kleinen Kapelle vorbei. Sie ist den Leuten aus der Umebung als Haidnkapelle bekannt.

Nach einem mündlichen Hinweis wurde die Kapelle um die Jahrhundertwende vom Urgroßvater der Haidn’s erbaut. Der Bau sollte voher gemeinsam mit dem Hammermühler Ratzinger erstellt werden, um den Talbewohnern eine Andachstaätte zu schaffen. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an der Grundstücksfrage. so baute Haidn diese Kapelle alleine.