Aktuelles / Termine

1.Februar 2019, Schaibing:

Jahresempfang - Dank an alle ehrenamtlichen Mitarbeiter

Text von Josef Reischl 

Wir müssen eine frohe, einladende und solidarische Glaubensgemeinschaft sein!“

Dankeabend für die Ehrenamtlichen – Pfarrer Erwin Blechinger würdigt ausgeschiedenen Kirchenpfleger Josef Gell

Von Josef Reischl

Schaibing:  Seit 1998 lädt die Pfarrei St. Josef jedes Jahr so um den Festtag „Mariä  Lichtmess“ zu einer Dankefeier ins Pfarrzentrum ein. Dieser Abend beginnt immer mit einem feierlichen Gottesdienst, in den heuer die Erstkommunionkinder mit verschiedenartigen  Kerzen aktiv eingebunden waren, und der vom Kirchenchor unter Leitung von Bernadette Klein feierlich mitgestaltet wurde. Pfarrer Erwin Blechinger betonte, die Welt brauche mehr denn je das Licht des Glaubens.

  Im großen Pfarrsaal spielte die „Schaibinger Tanzlmusi“ unter Leitung von Katharina Heide  flott auf.  Pfarrgemeinderatsvorsitzende Sandra Boxleitner begrüßte dann zum 22. „Neujahrsempfang“ alle  angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen, sowie zahlreiche  Ehrengäste , unter ihnen Mitglieder der Pfarrgemeinderäte Untergriesbach und Obernzell, sowie Rektorin Michaela Ippenberger von der Grundschule, Bettina Weiss vom Kindergarten St. Marien, Bürgermeister Hermann Duschl,  einige Gemeinderäte und  die Vorstandschaften der Vereine  und lud dann zum Abendessen ein.

 Pfarrer Erwin Blechinger hieß anschließend seinerseits vom Pastoralteam Pfarrvikar Balazs Czuczor, Gemeindereferenten Günter Maier, Pfarrer i.R. Josef Remberger und Domkapitular Claus Bittner willkommen. Zu Beginn der Mitarbeiterfeier stellte er das Leben des Diözesanheiligen, Bruder Konrad, in den Mittelpunkt seiner Betrachtung, der mit seinem Sein vorbildlich Gott, den Menschen und seiner Gemeinschaft gedient habe.  In jedem Menschen stecke von Grund auf irgendwie dieses dienende Wesen,  „so auch in vielen von euch Pfarrangehörigen!“ Dafür gelte es Lob, Dank und Anerkennung zu zollen und ein aufrichtiges „Vergelt`s Gott“ zu sagen.

 Pfarrer Blechinger resümierte: „Keine Familie, kein Gemeinwesen, keine Pfarrei, kein Verein und kein Staat  kann leben und überleben ohne den je spezifischen und möglichen Beitrag eines jeden  Einzelnen für die Gemeinschaft.  Jeder wisse, dass ein Ehrenamt nicht nur unentgeltlich, sondern vor allem auch unbezahlbar ist, so der Pfarrer. So solle das Motto der Diözese Passau: „Wir sind eine frohe, einladende und solidarische Glaubensgemeinschaft!“ nicht nur  für  die  haupt- und ehrenamtlichen  Mitarbeiter, sondern auch für alle  Menschen  in der Pfarrfamilie St. Josef  gelten.

  Dabei wisse wohl jeder, dass es überall, wo Menschen sind, auch menschelt, dass es Missverständnisse und  Vorurteile, Enttäuschungen, Missgunst und  Getuschel, ja Beleidigungen geben kann. Das habe die Pfarrei im Herbst schmerzlich und leidvoll erfahren müssen. Erwin Blechinger sprach diese unselige Situation an.  Vorwürfe, Vermutungen und  Unterstellungen von verschiedenen Seiten, aber auch „aneinander vorbei reden“  hatten damals  vor allem Kirchenpfleger Josef Gell getroffen, was zu seinem Rücktritt und bei einigen Mitgliedern zum sich Zurückziehen aus der Kirchenverwaltung geführt hatte.

                   In der Folge konnte für die anstehenden Wahlen zur Kirchenverwaltung  nicht die erforderliche Anzahl von Kandidaten  gefunden werden .Ohne Kirchenverwaltung wäre die Pfarrei aufgelöst und nach 81 Jahren wieder zu einer Expositur geworden. Dazu  Pfarrer Blechinger: „Da haben einige beherzte Pfarrbürger in letzter Minute bei mir angerufen und sich zur Verfügung gestellt, dass die Pfarrei weiter bestehen kann. Diesen Personen gelte großer Dank!“ Da brandete Beifall im Pfarrsaal auf. Abschließend setzte Pfarrer Blechinger wohl einen Schlusspunkt unter persönliche Grenzen und Schwächen: „Wo man Vergangenes nicht aufarbeiten kann oder will, muss man Geschehenes auch einmal ruhen lassen können, auch wenn Versöhnung christlich geboten bleibt! Wir haben eine neue, motivierte Kirchenverwaltung bekommen mit Kirchenpfleger Christoph Pleyer.“

           Pfarrer  Erwin Blechinger würdigte den ausgeschiedenen Kirchenpfleger, der nicht zum Danketag gekommen war: „Lieber Josef, ich bin noch zu kurz im Amt, um alles aufzählen und erwähnen zu können, was durch deine Hände und Nerven ging und auf deinen Schultern lastete.“ Dann zählte der Pfarrer eine lange Liste von Projekten auf, die dieser  24 Jahre als Kirchenpfleger oft initiierte, immer organisierte und aktiv begleitete, aber auch viele kleine Aufgaben, die man erst wahrnehme, wenn sie nicht erledigt werden. Er habe in den letzten Monaten immer gehört: „Des  hod oiwei da Gell Sepp g`macht!“

           Erwin Blechinger weiter: „ So bedauern jetzt viele, dass diese Zeit zum Ende und zu so einem Ende gekommen ist. Vieles ist in den Protokollen, vor allem in den Erinnerungen und Herzen der Schaibinger verewigt, vieles bleibt auch unbemerkt. Gerade auch dafür sage ich Danke  und Vergelt´s Gott“.  Auch die anwesenden Pfarrangehörigen dankten mit lang anhaltendem Beifall. Die Dankurkunde von Bischof Stefan Oster und einen  Gutschein für den Domladen, sowie ein Geschenk der Pfarrei überreichte er dem neuen Kirchenpfleger mit der Bitte um Weitergabe.  

 An Mesnerin Rosina Fenzl, die 18 Jahre der Kirchenverwaltungen angehörte und nicht mehr kandidierte, überreichte er die Dankurkunde des Bischofs und einen Geschenkgutschein.  Ewald Anetzberger stellte sich nach 24 Jahren und Wolfgang Fesl nach  sechs Jahren nicht mehr für die  Kirchenverwaltung zur Verfügung.  Auch sie erhielten in Abwesenheit Urkunden und ein Geschenk.

 Bürgermeister Hermann Duschl  sinnierte in seinem Grußwort  über den Festtag Mariä Lichtmess nach, der früher ein „Schlankltag“ gewesen sei, an dem die Dienstboten  beim alten Bauern „ausgestanden“ und bei einem neuen Bauern „eingestanden“ seien. Am heurigen  Lichtmesstag könne man rückblickend auch in der Pfarrei so manches Ende sehen und manchen Neubeginn näher betrachten.

 So habe sich schon im Vorjahr der Frauenbund aufgelöst. Im letzten Jahr habe nach einem schwierigen Start in die Pfarrgemeinderatswahlen am Schluss ein verjüngtes Team doch einen gelungenen Beginn hingelegt. Im  Juli habe man  Pfarrer Peter Meister verabschiedet und Erwin Blechinger als neuen Pfarrer und Balazs Czuczor als Pfarrvikar begrüßt. Die Pfarrei Schaibing sei im September in den großen Pfarrverband eingebunden worden. Der Neubeginn sei geglückt, so Hermann Duschl, selbst Mitglied im Pfarrgemeinderat.

                   Die Pfarrei sei dann im Herbst schwer erschüttert worden durch Differenzen auf verschiedenen Ebenen, Unterstellungen und bösem Gerede, was schließlich zum unrühmlichen Ende der „Ära Sepp Gell“ geführt habe. Josef Gell  habe ihn ausdrücklich gebeten, beim Dankeabend deutlich zu machen, er habe sich als Kirchenpfleger nicht bereichert, die Anschuldigungen hätten ihn tief  getroffen. Die Neuwahlen in dieses Gremium seien davon überschattet worden. Nach vielen Jahrzehnten sei zum 1. Januar der Pfarrkindergarten in die Trägerschaft des diözesanen Caritasverbandes übergegangen.

           Eine großartige Foto-Rückschau auf das Pfarrleben 2018 mit Bildern von Josef Reischl und Günter Maier, von Georg Kronawitter zu einer Beamer-Show aufbereitet, erfreute abschließend die Gäste des Dankeabends.

weitere Fotos von Josef Reischl / Internetaufbereitung: Günter Maier

 

Fotos und Internetaufbereitung: Günter Maier

9. September 2018, Schaibing: Pfarrvikar Czuczor wird herzlich begrüßt

Fotos und Internetaufbereitung: Günter Maier

29. Juli 2018, Schaibing:

Abschied Pfr. Meister,
Ehrung ausscheidender Pfarrgemeinderatsmitglieder
und Pfarrfest

Schaibing feiert Pfarrfest – und nimmt Abschied von Pfarrer Peter Meister

Pfarrei und Vereine danken mit sinnigen Geschenken-

Bürgermeister Hermann Duschl: „Wir hatten dich wie einen Schatz lieb gewonnen“

Von Josef Reischl

Schaibing: Als im Frühjahr die Kunde laut wurde, dass im September der große Pfarrverband in Kraft treten solle und Peter Meister von Schaibing an die frei gewordene Pfarrerstelle in Marktl am Inn wechseln werde, da „ging ein Aufschrei durch die Provinz“, wie Hermann Duschl resümierte. Nur fünf Jahre war Peter Meister Seelsorger in den Pfarreien Obernzell und Schaibing. In dieser Zeit erwarb er sich große Beliebtheit bei der Bevölkerung nicht zuletzt wegen seiner offenen und gewinnenden Art. Im Rahmen des Pfarrfestes nahm die Pfarrei St. Josef zu Schaibing nun Abschied.

Das spürte man letzten Sonntag: 15 Vereine und Gruppen marschierten in einem langen Zug, angeführt von der Knappenkapelle Kropfmühl in ihren schmucken Uniformen, zur Pfarrkirche, die festlich geschmückt war. Der erhebende Gottesdienst wurde mitgestaltet vom Kirchenchor (Leitung Bernadette Klein) mit der „Rural Messe in F“ von Robert Führer mit Orgel (Tobias Klein), Violinen, Hörnern und Klarinetten und von der Frauengruppe „Belcanto (Leitung Regina Vogl).

Das Gemeindelied „Wer glaubt, ist nie allein“, wuchtig vom Orchester begleitet, eröffnete den Festgottesdienst. Peter Meister sagte in der Begrüßung seiner Pfarrmitglieder und der zahlreichen Gäste von auswärts, er habe sich dieses Lied gewünscht, das beim Besuch Papst Benedikts 2006 in Altötting und Marktl erstmals gesungen wurde, denn er werde nun Pfarrer am Geburtsort des emeritierten Papstes.

Anknüpfend an das Evangelium von der wunderbaren Brotvermehrung und der Speisung der 5000 hungrigen Männer und wohl ebenso vielen Frauen durch Teilen führte er in seiner Predigt aus, es gebe darüber hinaus auch den Hunger nach höheren Werten, nach Lebenssinn und Glauben. So wie das Teilen von Freude und Leid wichtig für den Nächsten sei, so sei auch das Teilen von Glauben an suchenden Menschen ein Gewinn für beide Seiten. Das gelte vor allem für den kirchlich engagierten, ehrenamtlichen Bereich auf vielen Ebenen.

           Bei seinem ersten Gottesdienst in Schaibing am 22. September 2013, dem Erntedankfest und dem 60. Weihetag der Kirche, habe er bereits deutlich gespürt, wie lebendig die Pfarrei St. Josef sei. „In den fünf Jahren habe ich zusammen mit der Pfarrbevölkerung und vielen guten, engagierten Menschen den Herrn in unserer Mitte gefeiert. Und so haben wir alle zusammen, jeder an seinem Platz und nach seinen Fähigkeiten zu einer lebendigen Pfarrgemeinde beigetragen“, so der scheidende Pfarrer. Er dankte allen aktiven Gremien, Gruppen und Personen mit einem herzlichen „Vergelts Gott!“

                 Die Gruppe der Lektoren hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen. In den Fürbitten schauten sie mit tiefsinnigen, aber auch lustigen Texten auf einige Begebenheiten in den fünf Jahren zurück und blickten nach vorne auf die neuen Herausforderungen. Sie überreichten ihm einen Katechismus für junge Christen, einen Kompass als Kapitän auf der Kommandobrücke, eine Dose Red Bull für die schwieriger werdenden Seelsorgeaufgaben, einen Zeitmesser für mehr Pünktlichkeit, heilende Kräuter für den tollen Sänger und eine Flasche Wein für lange Sitzungen.

Am Ende des Gottesdienstes sagte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Dr. Klaus Ahnen, in den fünf Jahren habe sich in der Gemeinde eine wohltuende Vertrautheit entwickelt, der Abschied lasse bei allen wohl ein gewisses Gefühl der Wehmut aufkommen. Viele Menschen habe er auch an der Gefühlswelt eines Priesters teilnehmen lassen. „Ihre geistliche Begleitung und Betreuung, ihre lebendige und spürbare Begeisterung, ihre vorgelebte, glaubwürdige und mitreißende Art hat uns allen gut getan. Sie haben uns einen hoffnungsvollen und freudigen Glauben vermittelt. Dafür ein herzliches „Vergelts Gott!“, so Klaus Ahnen. Das Geschenk der Pfarrei Schaibing werde zusammen mit Obernzell ein Messgewand sein als Erinnerung an die sicherlich schönen Jahre.

Johann Vogl dankte als Sprecher der 15 Vereine, Gruppen und Verbände dem scheidenden Pfarrer für die seelsorgerische und gewissenhafte Betreuung bei den eigenen Messen und Andachten. Als Erinnerung an die Schaibinger Zeit überreichten im Altarraum die Vorstände ein großes Bild mit der Pfarrkirche und allen Kapellen in der Pfarrei. In Anspielung auf den von Terminen getriebenen, rasanten Golffahrer und auf sein neu entdecktes Hobby „Radfahren“ wurde ihm noch ein Fahrradhelm aufs Haupt gesetzt .Für den Einstand in Marktl und Stallham gaben sie Peter Meister noch eine gute Flasche Wein mit. Bettina Weiss und Sahra Fenzl vom Kindergarten St. Marien bedachten ihren „Chef“ mit einem schönen Geschenkkorb.

Bürgermeister Hermann Duschl kleidete seine Abschiedsworte in ein selbst verfasstes zehnstrophiges Gedicht. In wohl gesetzten Worten blickte er auf das Wirken von Peter Meister zurück. Man habe die Situation mit dem großen Pfarrverband wohl kommen sehen, dennoch erfülle alle der Weggang mit Wehmut, denn eine Ära gehe zu Ende. Der Bürgermeister stellte fest, man habe eine hervorragende Zusammenarbeit gehabt, in Schaibing sei halt doch die Welt noch einigermaßen in Ordnung: „Fünf Jahre warens- eine schöne Zeit und immer warst du uns willkommen. Ich hoffe, du hast nichts bereut, wir ham dich wirklich lieb gewonnen.“ Und abschließend: „So ruf ich jetzt in alle Bänke: Bedanken wir uns mit Respekt! Wir hatten einen Schatz, so wie ich denke, doch leider geht der Schatz nun weg!“ Lange anhaltender, dankender Beifall. Hermann Duschl gab dem scheidenden Pfarrer eine Uhr mit Gemeindewappen mit als Erinnerung für jede Stunde in der Pfarrei Schaibing.

               Der Kirchenchor verabschiedete Peter Meister mit dem Lied „Gott sei mit dir, Gott sei in dir, Gott sei über dir auf all deinen Wegen…“ Ergreifende Stille im Kirchenschiff. Er gab abschließend allen seinen Segen mit und stimmte dann mit kräftiger Stimme an: „Te deum laudamus!“ –„Großer Gott, wir loben dich…“

Im und um das Zelt im Innenhof des Pfarrzentrums war alles gerichtet für das Pfarrfest. Die Knappenkapelle spielte schneidig zum Frühschoppen mit anschließendem Mittagessen auf. Zur feiernden Gemeinde gesellten sich nun auch Domkapitular Claus Bittner, Pfarrer i.R. Josef Remberger und Vertreter der Pfarrgemeinderäte von Obernzell und Untergriesbach hinzu. Die Mutter von Peter Meister begleitete ihren Sohn den ganzen Tag über. Zum Familiennachmittag bei Kaffee und Kuchen spielte das Kinder- Ensemble der Kreismusikschule „Schaibinger Tanzlmusi“ unter Leitung von Andrea Pleyer zur Unterhaltung. Die Erzieherinnen des Kindergartens boten ein Kinderprogramm an.

               Der Höhepunkt des Nachmittags war eine lange Serie von Gstanzln aus der Feder von Hermann Duschl, hervorragend dargeboten von Bernadette Klein, Christine Zieglmeier und Sandra Boxleitner, die auch mit Gitarre begleitete. Eigenheiten, kleine Schwächen und Stärken und viele Erlebnisse mit Peter Meister wurden kritisch und liebevoll, köstlich und vor allem witzig dargeboten. Es gab wahre Lachsalven und immer wieder stürmischen Beifall. Im Pfarrgarten gab es am Nachmittag dann auch noch eine „Gaudi-Olympiade für Jung und Alt, durchgeführt von der FF Schaibing. Die Teilnehmer mussten sich messen in den Disziplinen Schubkarrenfahren, Seilspringen, Gras-Skilaufen und in Theorie mit Fragen über die Pfarrei. Auf den 1. Platz kam die FF Schaibing mit einer Gesamtzeit von 193 Sekunden, sie erhielten 30 Liter Bier als Preis, gefolgt von der Knappenkapelle mit 203 Sekunden und 20 Liter Bier. Die Gruppe des Pfarrgemeinderates landete auf Platz drei mit 209 Sekunden. Sie erhielten für die nächste Sitzung drei Flaschen Wein.

Mitglieder des Pfarrgemeinderates beim Pfarrfest verabschiedet

Schaibing: Die Pfarrgemeinderatswahlen liegen schon einige Wochen zurück, doch jetzt bot sich beim Pfarrfest eine gute Möglichkeit, sieben ausgeschiedene PGR- Mitglieder vor der versammelten Gemeinde gebührend zu ehren. Pfarrer Peter Meister bat diese nach der Predigt in den Altarraum, um ihnen für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zu danken. Sie alle hätten Zeit, Kraft und ihre jeweiligen Talente eingesetzt für eine lebendige Kirche vor Ort. Wichtige Fragen seien mit beraten worden, und alle hätten Entscheidungen und Aktionen mit eigenen Ideen und Kompetenzen bereichert und mit getragen. Dafür gelte es, ein herzliches Vergelt´s Gott zu sagen und weiterhin Gottes Segen zu wünschen. Zusammen mit Kirchenpfleger Josef Gell (2.v.links) und Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Dr. Klaus Ahnen (4.v.links) überreichte er Dankurkunden der Diözese und als Zeichen der Wertschätzung von Seiten der Pfarrei eine von Gemeindereferenten Günter Maier gestaltete Urkunde mit dem Bild des Pfarrpatrons und eine Blume an Johann Kirchberger (3.v.links), für 20 Jahre, weiter von links an Monika Fenzl für 16 Jahre und für 4 Jahre an Horst Behringer, Monika Weishäupl, Christa Reichart und Christian Haidinger (nicht auf dem Bild).

Fotos: Josef Reischl / Internetaufbereitung: Günter Maier

Fotos und Internetaufbereitung: Günter Maier

8. Juli 2018, Schaibing: Feierliche Aufnahme der neuen Ministranten

Fotos: Josef Reischl / Internetaufbereitung: Günter Maier

24. Juni 2018, Schaibing: 20 Jahre Seniorenkreis Schaibing

Seniorenkreis Schaibing feierte 20 jähriges Bestehen mit Gottesdienst und Festakt

Bürgermeister Hermann Duschl: „Ihr seid die aktivste Gruppe in der Pfarrei“ –

Ehrungen für das Betreuungsteam

Von Josef Reischl

Schaibing: Im Juli 1997 konnte nach zweijähriger Bauzeit das Pfarrzentrum seiner Bestimmung übergeben werden. Um die Räumlichkeiten dann schnell mit Leben zu füllen, initiierte der damalige Pfarrer Lothar Zerer die Gründung eines Seniorenkreises. Pfarrgemeinderat Anton Meier übernahm, unterstützt von seiner Gattin Renate, am 25. Juni 1998 die Leitung und Betreuung der Senioren mit 70 Personen. Die Runde vergrößerte sich schnell und entwickelte sich zu einer segensreichen Einrichtung. Nun feierte die überaus rührige Gruppe zusammen mit dem Betreuungsteam und der Pfarrgemeinde das 20 jährige Jubiläum.

                 Pfarrer Peter Meister feierte in Konzelebration mit Domkapitular Claus Bittner den Festgottesdienst, den der Kirchenchor (Leitung Bernadette Klein und Tobias Klein an der Orgel) erhebend mitgestaltete. Unter den Ehrengästen begrüßte er besonders die Leiterin der Seniorenrunde Untergriesbach, Therese Kainz, und Eva Schmeller vom Seniorenkreis Erlau. Man feiere zwei Geburtstage, den des Heiligen Johannes, des Täufers von Jesus und den 20. Geburtstag des Seniorenkreises in der Pfarrei.

Die Kirche habe das Fest des Heiligen Johannes genau in die Mitte zwischen dem letzten und dem kommenden Weihnachtsfest gelegt und in die Tage der Sommersonnenwende, so der Pfarrer in seiner Predigt. Johannes habe sich auch kleiner gemacht und auf den kommenden Erlöser hingewiesen, der größer sei als er. „Das wirft die Frage auf, ob ich mit meiner Person einem Anliegen diene, das größer ist als ich selbst“, so Peter Meister. Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren hätten sich Pfarrer Lothar Zerer, Anton und Renate Meier wohl auch diese Frage gestellt, den Seniorenkreis aus der Taufe gehoben, ein gut funktionierendes Betreuungsteam um sich geschart, um 70 älteren Pfarrangehörigen Lichtblicke zu schenken in den Tagen des Alters.

Bereits ein Jahr darauf sei der Kreis auf 100 Frauen und Männer angewachsen, die sich 14 tägig an Donnerstagen treffen zu sinnvollen Nachmittagen, zwangslosen Gesprächsrunden, Feiern, Vorträgen, Ausflügen und Bildungsfahrten. Wenn auch in den vergangenen 20 Jahren bereits 95 Mitglieder verstorben sind, so gehörten dem Seniorenkreis aktuell 99 Pfarrangehörige an. Ein Zeichen, dass der Seniorenkreis einen hohen Stellenwert habe. Der Pfarrer wünschte weitere erfüllende Jahrzehnte mit segensreichem Wirken.

                     Nach dem Gottesdienst leitete der Kirchenchor mit dem Lied „ Unter Gottes Sternenmantel gehen wir behütet unser Leben lang“ zu einem kleinen Festakt über. Anton Meier erinnerte an die ersten Treffen, man sei bald eine gut funktionierende Gemeinschaft geworden, und die 20 Jahre seien schnell vergangen. Großer Dank gebühre dem Betreuungsteam, das mit viel Herzblut immer dabei gewesen sei. Der „Gründerpfarrer“ Lothar Zerer habe den Senioren/innen viel Zuwendung geschenkt, ihm sei man zu großem Dank verpflichtet. Wegen des Pfarrfestes in seiner Pfarrei habe er nicht kommen können. Anton Meier sprach auch den Pfarrern Magnus König und Peter Meister Dank aus. Er ermuntert die älteren Gottesdienstbesucher, doch dem Seniorenkreis beizutreten.

               Bürgermeister Hermann Duschl resümierte, ein 20 jähriges Jubiläum in einem Verein sei sicherlich keine allzu große Sensation, das 20 jährige Bestehen eines Seniorenkreises aber sehr wohl, wenn man die natürliche Fluktuation bedenke und zudem die Mitgliederzahlen stabil halten wolle. Der Seniorenkreis der Pfarrei St. Josef sei die aktivste Gruppe der Pfarrei, zahlenmäßig und von den vielen Veranstaltungen her gesehen. Da gelte es zu gratulieren und allen zu danken, welche diese Gemeinschaft tragen und begleiten. Der Bürgermeister überreichte Anton Meier einen Geldbetrag für eine Veranstaltung.

               Walter Sendner vom „Referat Senioren im Bischöflichen Seelsorgeamt" gratulierte zum „Porzellanernen Jubiläum“ und sagte den Verantwortlichen ein herzliches Vergelt`s Gott für diese nicht leichte Aufgabe, über viele Jahre hinweg den älteren Menschen für ihren Alltag ein ansprechendes und beachtenswertes Programm zu bieten. Porzellan sei ein wertvolles, hartes und auch teures Material. Dieser Vergleich passe sehr wohl für das Jubiläum der Schaibinger Seniorengruppe. Der Referent weiter: „Ihr seid weder altes Eisen noch eine senile Runde, sondern aufgeschlossene und erlebnisfrohe Jahrgänge, die in der Heimatpfarrei das kulturelle und soziale Leben aktiv verfolgen, Geselligkeit und auch noch Reiselust pflegen. Gestaltet miteinander die reiferen Jahre eures Lebens!“ Walter Sendner überreichte Buchgeschenke.

Pfarrer Peter Meister, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Dr. Nikolaus Ahnen und Kirchenpfleger Josef Gell überreichten je eine Sonnenblume an Anton Meier und seine Gattin Renate und an das Betreuungsteam. Anton Meier, Renate Meier, Renate Kirchberger, Johann Kirchberger Renate Seidl und Gabi Kronawitter, die seit 20 Jahren jeden zweiten Donnerstag den Senioren als Betreuer/innen ein paar schöne Stunden schenken, wurde zusätzlich mit einer Urkunde gedankt.

Die feiernde Gemeinschaft war dann in den großen Pfarrsaal zum Mittagessen geladen. Der frühere Pfarrer Magnus König und Pfarrer i.R. Josef Remberger kamen nach ihren sonntäglichen Diensten nun auch zur Festgemeinde und nutzen eifrig die Gelegenheiten zu Gesprächen an den vielen Tischen. Im Foyer blätterten alle eifrig in den ausgelegten Chroniken. Ein lustiger Höhepunkt des Nachmittags war ein Sketch in Form von Gstanzln über „erlauschte Gespräche“ zwischen Anton und Renate Meier über Freud und Leid in den 20 Jahren Seniorenkreis, gesanglich vortrefflich dargeboten von Hermann Duschl, Bernadette Klein und Günter Meier, der die von ihm gedichteten Moritaten auf der Gitarre begleitete. Zum Schluss schlüpften sie in die Rolle der Pfarrei und der Mitglieder zu einem Dankfinale. Bei Kaffee und Kuchen und guten Gesprächen blieben alle noch lange gemütlich 

Fotos: Josef Reischl / Internetaufbereitung: Günter Maier