Dorfkapelle Hundsruck

Die erste Dorfkapelle in Hundsruck wurde bereits im 18 Jahrhundert erbaut. Diese war im Besitz eines Pfarrers, der bei der Familie Knon in Hundsruck wohnte.

Im Jahr 1969 wurde diese Kapelle aufgrund des schlechten Zustandes von der Dorfgemeinschaft Hundsruck abgerissen und anschließend wieder neu aufgebaut. Das Kreuz das sich in der jetzigen Kapelle befindet ist noch ein Rest aus der alten Kapelle.

Der Kreuzweg wurde vom Kloster in Untergriesbach gestiftet.

In der Kapelle werden noch immer Maiandachten, Kreuzwege und Sterberosenkränze gebetet.

Heute betreut Josefine Wagner die Dorfkapelle.

 

 

Von Josefine Wagner stammt auch die nachfolgende Chronik über das Dorf Hundsruck:

Über die jetzige Gemeinde Untergriesbach gibt es eine Chronik von Pfarrer Klämpfl aus dem Jahr 1855 wo auch Hundsruck erwähnt und beschrieben wird.

Darin erwähnte er Hundsruck (alt. Huntsrukke) als ein Dorf mit acht Häusern.

 

 

Auszug aus der Chronik:

Erstmals erwähnt wird Hundsruck Mitte des 13. Jahrhunderts als hochstiftisches Lehen des Edlen von Wessenberg – daraufhin riss es Chunrad von Falkenstein an sich. Hierauf wurde es ein Lehen der Grafen von Leonberg, die das Dorf am 02. Februar 1329 dem Edlen Chunrad von Tannberg verliehen. Dieser verkaufte es im Jahr 1370 an das Kloster Niedernburg. Nach Niedernburg erwarben es die Watzmannsdorfer zu Leoprechting, die es ihrem nahen Großbauerngute Mitterreuth unterstellten.

Unter den Watzmannsdorfern, wenn nicht schon früher, war Hundsruck eine Hofmarch, in welcher auch die hofmärkische Gerichtsbarkeit ausgeübt wurde. Im Wirtshaus, wo auch die Metzgergerechtsame ausgeübt wurde, wurden Stock und Schellen aufbewahrt – ersterer war 1830 noch vorhanden. Auch einen Bäcker gab es im Dorf.

Einige von den Hundsrucker Bauern begannen etwa im 16. Jahrhundert am Abhang des Berges bei Kellberg (früher Kelcberge), in der Nähe des jetzigen Kurhauses, ein Eisenbergwerk zu betreiben, welches nach und nach große Ausbeute brachte. Die Schmelzhütte hatte man am westlichen Ende der Hundsruckerflur an der Erla (Erlau), der jetzigen Papierfabrik gegenüber erbaut. Die Ofenknechte (Schmelzer) waren gut besoldet, und einer derselben bekam im Jahre 1680 sogar eine Bürgerstochter aus Deggendorf zur Ehegattin.

Dieses Eisenbergwerk ging gegen Ende des 18. Jahrhundert wegen geringer Ergiebigkeit allmählich ein, und die Schmelzhütte samt den Wohngebäuden der Schmelzer und Bergknappen, wurde an einen Privaten verkauft. Zum Zeitpunkt der Chronikerstellung besaß ein Wagnermeister die Gebäude. Hier taucht auch zum ersten Mal der Name Schmölz auf. In Hundsruck war ausserdem eine Notschule eingerichtet, über die aber keine Zeitangabe vorliegt.

Soweit der Bericht des damaligen Kooperators Klämpfl von Untergriesbach, 1855