Racklinger Waldkapelle

 Gnadenbild

 

 

 

Vor einigen hundert Jahren hing an einer Tanne im Holz östlich von Rackling ein wundertätiges Marienbild, zu dem immer mehr Leute wallfahrteten.  Fromme Menschen brachten es eines Tages in die Pfarrkirche zu Obernzell. Aber oh Wunder: Am folgenden Morgen befand  es sich wieder an der alten Tanne im Racklinger Wald. Abermals brachte man es nach Obernzell und versperrte die Kirche. Als sie Tags darauf aber wieder am alten Platz hing, erkannten die Leute, dass es dort zu bleiben wünschte. Und sie erbauten an der Stelle eine Kapelle,  in der dieses wundertätige Bild nun den Altar schmückt.

 


Waldkapelle

Wann die ursprüngliche Kapelle gebaut wurde ist leider nicht überliefert.
Es gibt jedoch einige Hinweise, die darauf hindeuten,
 dass es im 15. Jahrhundert gewesen sein muss.
Unzählige Wallfahrtszüge - bis von Linz herauf - sollen zu dieser Kapelle unternommen worden sein. 
Die größte Bedeutung erlangte die Kapelle im 18. und 19. Jahrhundert.
Die Kapelle in der jetzigen Größe wurde erst im 19. Jahrhundert erbaut

 


Votivtafeln

Viele schöne Votivtafeln zeugen heute noch von der Berühmtheit dieses ehemaligen Wallfahrtsortes. Auf einer dieser Tafel dankt Johann Pauli im Jahr 1764 für den Beistand Gottes und Maria bei krankem Vieh. Viele dieser Votivgaben für Gebetserhörungen zeigen bäuerliche Szenen und Unglücksfälle in der Landwirtschaft, die durch die Anrufung Mariens doch noch ein gutes Ende genommen haben.  

Text: Rauecker Josef