Am Dienstag in der Karwoche transportieren die Mitglieder des Krippenbauvereins mit Hilfe des Krans von der Werkstatt auf dem Dachboden der Pfarrkirche hinunter und stellen sie vorne rechts im Kirchenschiff auf, wo zur Weihnachtszeit auch die Krippe steht.

Am Schluss des Abendmahlsgottesdienstes am Gründonnerstag überträgt der Priester nach der Entblößung der Altäre das Allerheiligste in den Tabernakel auf dem Seitenaltar und stellt die Monstranz ins Hl. Grab. Im großen Pfarrsaal versammelt sich die Gemeinde dann zu einer Agape mit Meditation und Liedern, dazu werden Fladenbrote, einfacher Brotaufstrich und Wein von Mitgliedern des Pfarrgemeinderates gereicht. Nach dieser Mahlfeier versammeln sich alle noch einmal in der dunklen Kirche zur so genannten Ölbergwache vor dem Heiligen Grab, das mit einem roten Vorhang geschlossen ist.

                                            

Am Schluss liturgischen Feier des Karfreitags wird der Vorhang zur Grablegung geöffnet. Dabei wird mit einer eigens gebauten Vorrichtung das Gemälde mit dem Leichnam Jesu ins Grab hinab gelassen. Im Grab leuchten die farbigen Kugeln. Bis zum Abend und am darauf folgenden Vormittag des Karsamstages ist die Bevölkerung zur stillen Anbetung eingeladen.

                                            

Am Karsamstag erstrahlt beim Gloria der Osternachtsfeier unter Glockengeläute und Orgelspiel die Kirche wieder in hellem Licht. Ein Messdiener zieht die Bildtafel mit dem Leichnam Jesu wieder nach oben, das Grab ist leer. Die weißen Grabtücher werden ins Grab gelegt und der Priester stellt die Statue des auferstandnen Jesus mit der Siegesfahne in den Tabernakelraum über dem Altartisch. Die farbigen Glaskugeln verbreiten ihr magisches Licht.

                                            

Von Ostersonntag bis zum darauf folgenden Weißen Sonntag bleibt die Darstellung aufgebaut: „Das Grab ist leer. Der auferstandene Christus ist Sieger über den Tod“.